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Abgeschlossene Projekte
Obwohl es immer mehr Belege dafür gibt, dass ein Training mit Motor Imagery (Bewegungsvorstellung, MI) bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen positive Auswirkungen hat, profitieren nicht alle Personen mit neurologischen Erkrankungen von dieser mentalen Strategie. Bei Menschen mit MS gibt es bereits einige Belege, dass MI positive Auswirkungen hat. Um festzustellen welche Patient:innen insbesondere davon profitieren und was es zu beachten gilt, wurden vom Studienteam 8 Datenbanken, 4 Studienregister, 9 Dissertationsrepositorien und 1 Internetsuchmaschine durchsucht. In die Analyse wurden 14 Studien mit 366 Menschen mit MS und 236 gesunden Kontrollpersonen einbezogen. Am häufigsten wurde eine kognitive (geistige) Beeinträchtigung als negativer Faktor für die MI-Fähigkeit von Menschen mit MS genannt. Weitere negative Faktoren waren eine schwerwiegende Behinderung und kognitive Müdigkeit. Zum Beitrag des MS-Verlaufstyps, der Angst und der Depression wurden widersprüchliche Ergebnisse gefunden. Die Verwendung eines theoriebasierten MI-Rahmens und die Vertrautheit mit MI und externer Stimulation, z.B. mit Taktgebern, kann die MI-Fähigkeit verbessern.
Publikation:
Seebacher, B., Reindl, M., & Kahraman, T. (2022). Factors and strategies affecting motor imagery ability in people with multiple sclerosis: a systematic review. Physiotherapy, S0031-9406(22)00097-9. Advance online publication. https://doi.org/10.1016/j.physio.2022.09.005
Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Innsbruck (Österreich), dem Karl Landsteiner Institut für Interdisziplinäre Rehabilitationsforschung, Münster (Österreich), dem Psychometric Laboratory for Health Sciences der University of Leeds (Vereinigtes Königreich) sowie dem Walton Centre NHS Foundation Trust in Liverpool (Vereinigtes Königreich) durchgeführt.
Viele Menschen mit Multipler Sklerose (MS) leiden im Alltag unter Fatigue und Erschöpfung. Um diese Symptome zuverlässig erfassen und Behandlungseffekte in zukünftigen Studien bewerten zu können, sind valide und reliabel messende Instrumente erforderlich. Ziel dieser Studie war es, die deutsche Version des Neurological Fatigue Index – Multiple Sclerosis (NFI-MS-G) zu validieren – ein patientenberichtetes Messinstrument, das auf dem Rasch-Modell basiert und den Fatigue-Komplex bei MS umfassend abbildet.
In einer multizentrischen Studie mit 309 Personen mit MS, die sich in rehabilitativer Behandlung befanden, wurde der NFI-MS-G zweimal im Abstand von 14–21 Tagen zusammen mit weiteren etablierten Fragebögen eingesetzt. Das Instrument zeigte eine gute Konstrukt-, konvergente und gruppendifferenzierende Validität, eine hohe interne Konsistenz sowie eine ausgezeichnete Test-Retest-Reliabilität. Während die physischen und kognitiven Subskalen eindimensional waren, zeigten sich bei der Summenskala geringfügige lokale Abhängigkeiten, die durch eine Testlet-Analyse behoben werden konnten.
Insgesamt bildet der NFI-MS-G das multidimensionale Konstrukt der Fatigue präzise ab und weist starke psychometrische Eigenschaften auf. Er stellt ein valides und reliables Instrument zur Erfassung von Fatigue bei deutschsprachigen Personen mit MS dar und kann sowohl in der klinischen Praxis als auch in der Forschung zuverlässig eingesetzt werden. Detaillierte methodische Informationen sind in den entsprechenden Publikationen verfügbar.
Publikation:
Seebacher, B., Horton, M. C., Reindl, M., Brenneis, C., Ehling, R., Deisenhammer, F., & Mills, R. J. (2022, 2022/12/14). Psychometrische Prüfung des deutschsprachigen „Neurologischen Fragebogens zur Müdigkeit bei Multipler Sklerose (NFI-MS-G)“ bei Rehabilitanden mit Multipler Sklerose [Psychometric Evaluation of the ‘German Neurological Fatigue Index for Multiple Sclerosis (NFI-MS-G)’ in a Sample of Rehabilitation Patients with Multiple Sclerosis]. Rehabilitation (Stuttg), 62(01), 31-39. https://doi.org/10.1055/a-1903-4483
Standardisierte Bewegungstherapieprogramme in der Atemwegs-Rehabilitation (Pulmologie) verbessern nachweislich die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lungenfunktionsparameter bei Patient:innen mit postakuter COVID-19 Symptomatik. Es wurde jedoch nicht untersucht, ob diese positiven Auswirkungen für beide Geschlechter gleichermaßen von Vorteil sind. Ziel dieser Studie war es, die Ergebnisse eines pulmonalen Rehabilitationsprogramms im Hinblick auf Geschlechtsunterschiede zu analysieren, um geschlechtsspezifische Anforderungen an die pulmonale Rehabilitation zu ermitteln. Die Daten von 233 postakuten COVID-19-Patient:innen (40,4 % Frauen) wurden vor und nach einem dreiwöchigen standardisierten pulmonalen Rehabilitationsprogramm ausgewertet. Die Lungenfunktionsparameter wurden mit Hilfe der Bodyplethysmographie (Verfahren zur Überprüfung der Lungenfunktion) ermittelt, und die funktionelle Belastbarkeit wurde mit dem Sechs-Minuten-Gehtest gemessen. Nach der Rehabilitation zeigten die Frauen eine signifikant geringere Verbesserung der maximalen Einatemkapazität (Inspirationskapazität) und des forcierten Ausatemvolumens (Exspirationsvolumen) als die Männer. Die Verbesserungen der Belastungsfähigkeit zwischen Männern und Frauen unterschieden sich statistisch nicht. Frauen machten größere Fortschritte in Richtung der Normwerte der gesunden Bevölkerung bei der Belastungsfähigkeit und dem forcierten Ausatmungsvolumen in der ersten Sekunde als Männer. Es scheint Geschlechtsunterschiede bei der Verbesserung von Lungenfunktionsparametern zu geben, die bei der Personalisierung von standardisierten Bewegungstherapien in der pulmonalen Rehabilitation berücksichtigt werden sollten.
Publikation: Rausch, L., Puchner, B., Fuchshuber, J., Seebacher, B., Löffler-Ragg, J., Pramsohler, S., Netzer, N., & Faulhaber, M. (2022). The Effects of Exercise Therapy Moderated by Sex in Rehabilitation of COVID-19. International journal of sports medicine, 43(12), 1043–1051. https://doi.org/10.1055/a-1866-6092.
Die COVID-19-Pandemie hatte einen Einfluss auf unser aller Leben und auch auf die Forschung zur Rehabilitation und Lebensqualität bei Multipler Sklerose (MS). Wir untersuchten die von 87 Forschenden aus 18 Ländern wahrgenommenen Hindernisse für die Forschung, sowohl vor als auch nach COVID-19. Die am häufigsten genannten Hindernisse betrafen die Kontaktaufnahme mit Patient:innen und Unterbrechungen oder Verzögerungen von Projekten. Obwohl keine geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Anzahl der genannten Hindernisse festgestellt wurden, nannten weibliche Befragte häufiger Zeitmangel oder konkurrierende Anforderungen wie schulunterrichtsbezogene Kinderbetreuung als Hindernisse für die Forschung. Im Vergleich zu anderen Geschlechtern gaben Frauen häufiger an, dass sie sich durch die Pandemie negativ beeinflusst fühlten.
Publikation: Maguire R, Hynes S, Seebacher B, et al. Research interrupted: The impact of the COVID-19 pandemic on multiple sclerosis research in the field of rehabilitation and quality of life. Multiple Sclerosis Journal - Experimental, Translational and Clinical. 2021;7(3). https://doi.org/10.1177/20552173211038030.
Selbstwirksamkeit bezieht sich auf die Überzeugung von Menschen, in bestimmten Situationen die Kontrolle zu wahren und Aufgaben erfolgreich zu bewältigen. Bei Menschen mit MS wurde die Selbstwirksamkeit mit dem Grad der körperlichen Aktivität und der Lebensqualität in Verbindung gebracht. Da eine validierte deutschsprachige Selbstwirksamkeitsskala für Menschen mit MS fehlt, war es das Ziel dieser Studie, die Unidimensionale Selbstwirksamkeitsskala für Menschen mit Multipler Sklerose (USE-MS) ins Deutsche zu übersetzen und eine kulturelle Anpassung der deutschen Version für Menschen mit Multipler Sklerose in Österreich vorzunehmen. Ein weiteres Ziel war die Validierung (Überprüfung der Testgüte) der deutschen USE-MS (USE-MS-G) bei Menschen mit MS.
In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Innsbruck, Universitätsklinik für Neurologie wurde die Studie durchgeführt. In Anlehnung an die Richtlinien für die Übersetzung und Validierung von Fragebögen und unter Anwendung von Banduras Konzept der Selbstwirksamkeit wurde die USE-MS vorwärts-rückwärts übersetzt, wobei Inhalts- und Augenscheinvalidität festgestellt wurden. Die kulturelle Anpassung für Österreich erfolgte durch kognitive Patient:innenbefragungen. Zur Beurteilung der Konstruktvalidität wurde die Rasch-Analyse (statistisches Verfahren) eingesetzt. Es wurde ein Vergleich mit Skalen für Resilienz, allgemeine Selbstwirksamkeit, Angst und Depression, MS-Fatigue und gesundheitsbezogene Lebensqualität durchgeführt. Die Daten wurden auch mit einem historischen englischen Datensatz zusammengeführt, um die englische und die deutsche Sprachversion zu vergleichen.
Die Übersetzung und die kulturelle Anpassung wurden bei der Anpassung des USE-MS-G erfolgreich durchgeführt. Der Prätest wurde mit 30 Menschen mit MS durchgeführt, die Validierung der endgültigen USE-MS-G umfasste 309 Menschen mit MS mit leichter bis schwerer Behinderung. Die USE-MS-G erwies sich als valide (gültige Messung) und reliabel (zuverlässige Messung) und in ihren Messeigenschaften der englischen Originalskala vergleichbar.
Publikation: Seebacher, B., Mills, R. J., Reindl, M., Zamarian, L., Kircher, S., Brenneis, C., Ehling, R., & Deisenhammer, F. (2021). German translation, cultural adaptation and validation of the unidimensional self-efficacy scale for multiple sclerosis. BMC neurology, 21(1), 163. https://doi.org/10.1186/s12883-021-02183-y.
Projekt MuSik Bewegt – Gemeinsame Entwicklung eines musikunterstützten Bewegungstrainingsprogramms mit Menschen mit Multipler Sklerose
Autonomie ist die Fähigkeit, unabhängig und selbst bestimmt zu handeln, und stellt ein Grundbedürfnis jedes Menschen dar.
Am REHA Zentrum Münster wurde von April 2022 bis Juli 2023 ein spannendes Forschungsprojekt, das auf Initiative von Menschen mit Multipler Sklerose (MS) zustande kam, durchgeführt. Diese wünschten sich ein Bewegungstrainingsprogramm mit Musik für Menschen mit MS mit unterschiedlicher Fitness und Einschränkung durch die Erkrankung.
Regelmäßiges Training erhält die Selbstständigkeit im täglichen Leben MS Betroffener, und natürlich sollte so ein Training Spaß machen. Musik fördert die Motivation und verbessert den Bewegungsrhythmus sowie das Durchhaltevermögen.

Ziel unseres Projekts war es daher, musikunterstützte Videos zum Eigentraining mit und für Menschen mit MS zu entwickeln. Ein wichtiges Ziel für die Forscher:innen war es auch, die Erfahrungen, Wissen, Bedürfnisse und Vorlieben der Co-Forschenden kennenzulernen.
Dieses Projekt wäre ohne eine finanzielle Förderung nicht möglich gewesen, da alle Mitforschenden und Teilnehmer:innen mit MS eine Entschädigung für ihre Zeit, Reisekosten und andere Aufwendungen erhielten. Diese Förderung erfolgte durch die Ludwig Boltzmann Gesellschaft GmbH, Open Innovation in Science Center, Wien. Die Personalkosten der Forschenden im Projekt wurden durch die Multiple Sklerose Forschungsgesellschaft Wien und die ÖMSG Gemeinnützige Privatstiftung unterstützt.
Ein Projekt lebt von guten und verlässlichen Partnerschaften, und so arbeiteten wir gemeinsam mit Menschen mit MS, MS Selbsthilfegruppen, den MS Gesellschaften Tirol und Wien und der Medizinischen Universität Wien, Universitätsklinik für Neurologie.
Menschen mit MS arbeiteten aktiv an der Entwicklung des Übungsprogramms und der Musikauswahl mit. Die Zusammenarbeit im Team beinhaltete u.a. gemeinsame Informationsworkshops, Forschungstreffen, aber auch Peer-to-Peer Fokusgruppen und Interviews. Diese dienten dazu, Bedürfnisse und Vorlieben teilnehmender MS Betroffener kennenzulernen, auf deren Basis das Bewegungsprogramm entwickelt wurde.
Die reflexive thematische Analyse ergab vier zentrale Themen – Engagement, Einfachheit, Autonomie und musikalische Bedeutung. Die Integration qualitativer und quantitativer Ergebnisse zeigte den Erfolg der Aktivitäten unter Beteiligung von Patient:innen und der Öffentlichkeit (PPI), die zur gemeinsamen Erstellung von 148 frei zugänglichen Videos führten. Diese umfassen vier Expert:inneninterviews sowie 144 musikgestützte Übungsvideos, die auf Menschen mit MS mit unterschiedlichen Beeinträchtigungsgraden zugeschnitten sind. Die Teilnehmenden empfanden die Videos als relevant und praktikabel, wobei Übungen der Kategorie „Einfach“ besonders für stark beeinträchtigte Menschen mit MS geeignet sind. Quantitative Bewertungen zeigten, dass sich die Beteiligten einbezogen, respektiert und gehört fühlten.

Am weltgrößten Kongress zur Multiple Sklerose Forschung und Behandlung, dem ECTRIMS Kongress in Amsterdam (26.-28. Oktober 2022), präsentierten Priv.-Doz. Dr. Barbara Seebacher, MSc (REHA Zentrum Münster) und Bernhard Fasching, MSc (Medizinische Universität Wien) stellvertretend für das Team der Forschenden und Co-Forschenden ein wissenschaftliches Poster zum Projekt „MuSic Moves“.

Von 14.-17. Dezember 2022 fand der „World Congress for Neurorehabilitation“ in Wien statt. Dort waren Bernhard Fasching, MSc (Medizinische Universität Wien), Isabella Hotz, MSc und Sarah Mildner, MSc (REHA Zentrum Münster) stellvertretend für das Team der Forschenden und Co-Forschenden anwesend und präsentierten ein wissenschaftliches Poster zum Projekt.
Link: MuSik Bewegt
Publikationen:
Fasching B, Mildner S, Fink F, Wanitschek A, Langweil N, Monschein T, Berger T, Leutmezer F, Seebacher B, Hotz I, Brenneis C. MuSic Moves-co-creating a music-supported exercise programme with and for people with multiple sclerosis: a bicentre participatory mixed methods study. BMJ Open. 2024 Nov 24;14(11):e091168. doi: 10.1136/bmjopen-2024-091168. Erratum in: BMJ Open. 2024 Dec 5;14(12):e091168corr1. doi: 10.1136/bmjopen-2024-091168corr1. doi: https://doi.org/10.1136/bmjopen-2024-091168
Correction for 'MuSic Moves-co-creating a music-supported exercise programme with and for people with multiple sclerosis: a bicentre participatory mixed methods study'. BMJ Open. 2024 Dec 5;14(12):e091168corr1. doi: https://doi.org/10.1136/bmjopen-2024-091168corr1. Erratum for: BMJ Open. 2024 Nov 24;14(11):e091168. doi: https://doi.org/10.1136/bmjopen-2024-091168
Partner/Förderer:
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ExerG: Eine innovative digitale Lösung zur individuellen Training körperlicher und kognitiver Funktionen durch ein Exergame-Training in einer ökologisch validen und sicheren Umgebung für die geriatrische Bevölkerung
Die Menschen werden immer älter. Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Gelenksersatz der Hüfte sind nur einige Beispiele für Erkrankungen, die gezielt in der geriatrischen Bewegungsrehabilitation behandelt werden müssen. Außerdem sind altersbedingte Stürze häufig. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO stürzen 28-35% der Menschen über 65 Jahren mindestens einmal im Jahr. Stürze können zu Verletzungen führen, die die Lebensqualität negativ beeinflussen.

AAL ExerCube. Foto: Sphery AG
Studien haben gezeigt, dass körperliches und kognitives Training die Gehfähigkeit und das Gleichgewicht signifikant verbessern und gleichzeitig das Sturzrisiko verringern kann. Bei der Entwicklung eines geeigneten therapeutischen Trainingsprogramms müssen mehrere Herausforderungen berücksichtigt werden: Das Training sollte für die Nutzer:innen leicht verständlich, individuell anpassbar und motivierend sein. Hier setzen Exergames an und bieten einen vielversprechenden, motivierenden therapeutischen Ansatz. Dabei handelt es sich um Trainingsprogramme, die auf Videospielen basieren und auch im Rehabilitationskontext eingesetzt werden können.
Das sogenannte „ExerG“ Projekt wurde von 01.05.2021 bis zum 31.10.2023 durchgeführt. Ziel des Projekts war es, eine neuartige Trainingsmaßnahme zu verwirklichen und ein Exergame für ältere Menschen mit und ohne neurologische bzw. geriatrische Beeinträchtigungen zu entwickeln. Diese Art des Trainings ist sicher, ins reale Leben übertragbar und einfach zugänglich. Die Nutzer:innen wurden von Beginn an in die Entwicklung des Trainingsgerätes eingebunden, um auf ihre Ansprüche, Vorlieben und Wünsche eingehen zu können. Das Projekt wurde deshalb in mehrere Phasen eingeteilt, in denen die Nutzer:innen initial befragt wurden und später das Trainingsgerät auch auf seine Nutzerfreundlichkeit testeten. In allen Phasen wurden auch Therapeut:innen involviert, die ihre professionelle Expertise zur Entwicklung und Testung des Trainingsgeräts beitrugen.
Das ExerG Projekt wurde durch die Europäische Kommission im Rahmen des Horizon 2020 Programms “Societal Challenge: Health, demographic change, wellbeing” mitfinanziert. Das Projektkonsortium bestand aus wissenschaftlichen und kommerziellen Partnern aus der Schweiz, Österreich und Kanada. Die Partner aus der Schweiz waren Sphery Ltd.; die Reha Rheinfelden (RHF), und die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), die österreichischen Partner sind die VASCage GmbH und das Reha Zentrum Münster (RZM), und der Partner aus Kanada ist die HCI Games Group (HCIGG), Communication Arts Department, Stratford School of Interaction Design and Business, University of Waterloo.
Gefördert wurde dieses Projekt durch das Active Assisted Living Programme, kurz AAL. Darüber hinaus wurde das Projekt von lokalen nationalen Fördergebern der Schweiz (Innosuisse), Österreichs (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) und Kanadas (Canadian Institute of Health Research) unterstützt.
Publikationen:
Ringgenberg, N., Mildner, S., Hapig, M., Hermann, S., Kruszewski, K., Martin-Niedecken, A. L., Rogers, K., Schättin, A., Behrendt, F., Böckler, S., Schmidlin, S., Jurt, R., Niedecken, S., Brenneis, C., Bonati, L. H., Schuster-Amft, C., & Seebacher, B. (2022, Aug 16). ExerG: adapting an exergame training solution to the needs of older adults using focus group and expert interviews. J Neuroeng Rehabil, 19(1), 89. https://doi.org/10.1186/s12984-022-01063-x.
Muheim, J., Hotz, I., Kübler, F., Herren, S., Sollereder, S., Kruszewski, K., Martin Niedecken, A. L., Schättin, A., Behrendt, F., Böckler, S., Schmidlin, S., Jurt, R., Niedecken, S., Riederer, Y., Brenneis, C., Leo H. Bonati, L., Seebacher, B. & Schuster Amft, C. ExerG – an exergame-based training device for the rehabilitation of older adults: a functional model usability study. BMC Geriatr 24, 1029 (2024). https://doi.org/10.1186/s12877-024-05617-7.
Herren S, Seebacher B, Mildner S, Riederer Y, Pachmann U, Böckler NS, Niedecken S, Sgandurra SA, Bonati L, Hotz I, Schättin A, Jurt R, Brenneis C, Lenfert K, Behrendt F, Schmidlin S, Nacke L, Schuster-Amft C, Martin-Niedecken AL. Exergame (ExerG)-Based Physical-Cognitive Training for Rehabilitation in Adults With Motor and Balance Impairments: Usability Study. JMIR Serious Games. 2025 Feb 14;13:e66515. doi: 10.2196/66515
Studie 1
Besonders bei neurologischen Erkrankungen, wie der Multiplen Sklerose, dem Parkinsonsyndrom oder nach einem Schlaganfall, wird häufig die Gehfähigkeit beeinträchtigt. Geräteuterstütztes Gangtraining (engl., robot-assisted gait training, RAGT) kann durch eine Führung der Beinbewegung und Abnahme des eigenen Körpergewichts das Gehen erleichtern. Die erste RAGT-Studie startete im Februar 2022 und untersuchte das geräteunterstützte Gangtraining mithilfe des Lexo Gangtrainers (Tyromotion GmbH, Graz) bei Personen mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen. Es wurden u.a. Daten zum Gleichgewicht, der Gehfähigkeit und Sturzgefahr erhoben. Die Ergebnisse zeigten, dass RAGT von den Patient:innen sehr gut angenommen und als machbar angesehen wurde. Die Teilnahme, das Durchhaltevermögen und die Einhaltung der Therapie waren hoch, mit Raten von etwa 85%, 92% und 94%. Die angestrebten Therapieziele wurden erfolgreich erreicht, und es traten nur leichte, erwartete Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Muskelkater auf. Verbesserungen wurden in der Gehgeschwindigkeit, der Gehstrecke, der Mobilität und der Anzahl der Schritte festgestellt. Vier Hauptthemen wurden anhand der Datenanalyse der qualitativen Interviews identifiziert: sich mit RAGT vertraut machen ist relevant, Freude und Akzeptanz durch eine vertrauensvolle Beziehung zur Therapeutin bzw. zum Therapeuten, aktives Mitmachen und das Minimieren von Unzufriedenheit durch ein proaktives Vorgehen der Therapeut:in und eine gute Anpassbarkeit des Gangtrainers.

Studie 2
Die zweite RAGT-Studie wurde zwischen Oktober 2022 und März 2025 durchgeführt. Da etwa 80 % der Schlaganfallpatient:innen Gehschwierigkeiten haben, konzentrierte sich diese Studie ausschließlich auf Personen nach einem Schlaganfall. In dieser randomisierten kontrollierten Studie wurden die Effekte eines vierwöchigen robotergestützten Gangtrainings in Kombination mit konventioneller Physiotherapie bei Personen in der subakuten Phase nach Schlaganfall (Gruppe 1) und in der chronischen Phase (Gruppe 3) mit den Effekten einer vierwöchigen konventionellen Physiotherapie allein bei Personen in der subakuten Phase (Gruppe 2) und in der chronischen Phase (Gruppe 4) verglichen. Primäre Endpunkte waren die Gehfähigkeit und die grundlegenden Aktivitäten des täglichen Lebens. Sekundäre Endpunkte umfassten Gehgeschwindigkeit und -distanz, funktionelle Mobilität, Sturzangst, Fatigue, gesundheitsbezogene Lebensqualität, Gangparameter, subjektiv empfundene Anstrengung sowie die Akzeptanz der Intervention. Unerwünschte Ereignisse und Stürze wurden fortlaufend überwacht. Die Erhebung der Endpunkte erfolgte durch verblindete Untersuchende zu Beginn, nach Abschluss der Intervention und nach achtwöchiger Nachbeobachtung (Woche 12). Die Studienergebnisse werden demnächst veröffentlicht
Publikation Studie 1:
Hotz, I., Mildner, S., Stampfer-Kountchev, M., Slamik, B., Blättner, C., Türtscher, E., Kübler, F., Höfer, C., Panzl, J., Rücker, M., Brenneis, C., & Seebacher, B. (2024). Robot-assisted gait training in patients with various neurological diseases: A mixed methods feasibility study. PloS one, 19(8), e0307434. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0307434
Gemeinsam mit Kolleg:innen der Universitätskliniken für Neurologie der Medizinischen Universitäten Innsbruck und Graz wurde diese Frage in einer gemeinsamen Studie untersucht. Die Studie erforschte die Effekte von realem und vorgestelltem Gangtraining mit musikalischer Stimulation auf motorische Funktionen und Hirnaktivität bei 132 Personen mit Multipler Sklerose (MS). Es ist gut belegt, dass spezifisches physiotherapeutisches Gangtraining die Gehfähigkeit von Menschen mit MS verbessern kann. In dieser Untersuchung wurden Musik und Rhythmus in verschiedene Trainingsformen integriert – mentales, reales und kombiniertes Gangtraining. Die Effekte auf Gehleistung, Fatigue (Erschöpfung), Hirnaktivität, kognitive Funktionen und weitere Parameter wurden bewertet, während die Teilnehmenden verschiedene Gehaufgaben unter dem Einfluss unterschiedlicher Musikrichtungen, Rhythmen und Tempi ausführten.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl reales als auch vorgestelltes musikgestütztes Gangtraining die Gehgeschwindigkeit und -distanz, die Fatigue, die Motivation, die Fähigkeit zur motorischen Vorstellung sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Personen mit MS verbessern. Zwar zeigte keine Trainingsform einen eindeutigen Vorteil gegenüber den anderen, jedoch führten alle zu positiven Effekten. Die Kombination aus Bewegung, motorischer Vorstellung und Musik stellt somit einen vielversprechenden Ansatz in der neurologischen Rehabilitation dar.

Qualitative Begleitstudie zur multizentrischen, doppelblinden, randomisiert kontrollierten Studie „Actual and imagined music-cued gait training for people with multiple sclerosis“
Alle 132 PwMS mit leichter bis mittlerer Beeinträchtigung, die in die Hauptstudie randomisiert wurden, wurden in die qualitative Analyse einbezogen. Geschulte Forscher:innen führten während des vierwöchigen Interventionszeitraums wöchentliche halbstrukturierte Telefoninterviews durch, um die Adhärenz zu unterstützen, Probleme zu besprechen, Erfahrungen zu erfassen und die Akzeptanz der Intervention zu bewerten. Vier Wochen nach Abschluss des Trainings fanden Nachbefragungen statt, um selbst eingeschätzte Veränderungen in Gehfähigkeit, Fatigue und allgemeiner Gesundheit im Vergleich zum Ausgangszustand zu erfassen.
Die thematische Analyse ergab fünf zentrale Themen: (1) Empowerment, (2) im Rhythmus bleiben, (3) Verbindung zwischen vorgestelltem und tatsächlichem Gehen, (4) Aufrechterhaltung der Konzentration und (5) Transfer in den Alltag. Die Teilnehmenden bewerteten sowohl das vorgestellte als auch das reale musikgestützte Gehtraining als innovativ und ansprechend. Schwierigkeiten bestanden vor allem in Konzentrationsproblemen, früher Fatigue bei höherer Beeinträchtigung und Herausforderungen bei der Synchronisation mit Musikreizen. Nach der Intervention berichteten die Teilnehmenden über positive Veränderungen in Gehfähigkeit, Fatigue und allgemeinem Wohlbefinden, die wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung des Programms liefern.
Publikationen:
Seebacher, B., Helmlinger, B., Pinter, D., Ehling, R., Hegen, H., Ropele, S., Reishofer, G., Enzinger, C., Brenneis, C., & Deisenhammer, F. (2022). Effects of actual and imagined music-cued gait training on motor functioning and brain activity in people with multiple sclerosis: protocol of a randomised parallel multicentre trial. BMJ open, 12(2), e056666. https://doi.org/10.1136/bmjopen-2021-056666
Seebacher, B., Helmlinger, B., Hotz, I., Pinter, D., Ehling, R., Enzinger, C., Deisenhammer, F., & Brenneis, C. (2024). Actual and imagined music-cued gait training for people with multiple sclerosis: a multicentre qualitative study. BMJ open, 14(7), e086555. https://doi.org/10.1136/bmjopen-2024-086555
Seebacher, B., Helmlinger, B., Pinter, D., Heschl, B., Ehling, R., Hechenberger, S., Reindl, M., Khalil, M., Enzinger, C., Deisenhammer, F., & Brenneis Md, C. (2024). Actual and Imagined Music-Cued Gait Training in People with Multiple Sclerosis: A Double-Blind Randomized Parallel Multicenter Trial. Neurorehabilitation and neural repair, 38(8), 555–569. https://doi.org/10.1177/15459683241260724
Seebacher, B., Helmlinger, B., Pinter, D., Ehling, R., Hegen, H., Ropele, S., Reishofer, G., Enzinger, C., Brenneis, C., & Deisenhammer, F. (2022). Effects of actual and imagined music-cued gait training on motor functioning and brain activity in people with multiple sclerosis: protocol of a randomised parallel multicentre trial. BMJ open, 12(2), e056666. https://doi.org/10.1136/bmjopen-2021-056666
Bis zu 20 % der Personen mit Multipler Sklerose (MS) leiden unter Schlafstörungen. Der Fragebogen Neurological Sleep Index – Multiple Sclerosis (NSI-MS) wird zur Erfassung dieser Beeinträchtigungen verwendet, ist jedoch bislang nur in englischer Sprache verfügbar. Um künftig die Nutzung eines validierten deutschsprachigen Instruments zu ermöglichen, wurde der NSI-MS übersetzt und adaptiert, wodurch die Version NSI-MS-G entstand. Zur Sicherstellung, dass die deutsche Version dieselben Konstrukte erfasst wie das englische Original, wurde sie im Rahmen einer groß angelegten MS-Studie in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Neurologie der Medizinischen Universität Wien überprüft. Der NSI-MS-G stellt nun ein zuverlässiges Instrument zur Erfassung von Schlafstörungen bei Personen mit MS dar.

Publikation:
Seebacher, B., Mildner, S., Monschein, T., Schillerwein-Kral, C., Bsteh, G., Fasching, B., Voggenberger, L., Ziai, J., Mills, R. J., Horton, M. C., Brenneis, C., Berger, T., Leutmezer, F., & Seidel, S. (2024). German translation, cultural adaptation for Austria, and validation of the Neurological Sleep Index-Multiple Sclerosis. Journal of clinical sleep medicine : JCSM : official publication of the American Academy of Sleep Medicine, 20(12), 1923–1935. https://doi.org/10.5664/jcsm.11286
Morbus Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen bei Menschen über 60 Jahren. Neben den vier Hauptsymptomen, Akinese (fehlender Bewegungsantrieb), Rigor (Muskelsteifigkeit), Tremor (rhythmisches Muskelzittern) und Gleichgewichtsproblemen treten häufig auch Blickbewegungsstörungen auf, was zu einer erhöhten Sturzrate führen kann. In einer randomisierten, kontrollierten Pilotstudie wurde ein gezieltes physiotherapeutisches Training mit Blickbewegungstraining mit einem physiotherapeutischen Training ohne Blickbewegungstraining in Hinsicht auf die Sturzrate und die dynamische Balance verglichen. Zusätzlich wurden die Augenbewegungen mit einer speziellen Eye-Tracking Brille gemessen und aufgezeichnet, um Veränderungen der Augenbewegungen analysieren zu können. 25 Patient:innen mit Parkinsonsyndrom nahmen an der Studie teil. Die Teilnehmenden beider Gruppen konnten sich durch das vierwöchige Training in ihrer Balance und Sturzrate verbessern. Es wurden zudem Verbesserungen in der Gehgeschwindigkeit, in der funktionalen Mobilität bei gleichzeitiger Aufgabenbewältigung, dem Einfrieren der Bewegung (Freezing) sowie im Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Stürze zu vermeiden, gefunden. Außerdem hatte das Training einen positiven Einfluss auf die empfundene gesundheitsbezogene Lebensqualität und Stimmung. Verbesserungen der Augenbewegungen wurden nur der Gruppe mit dem Blickbewegungstraining gefunden.
Abbildung der Augenbewegungen von Patient:innen, die gut (A) bzw. weniger gut fokussieren (B) konnten
Publikation:
Mildner, S., Hotz, I., Kübler, F., Rausch, L., Stampfer-Kountchev, M., Panzl, J., Brenneis, C., & Seebacher, B. (2024). Effects of activity-oriented physiotherapy with and without eye movement training on dynamic balance, functional mobility, and eye movements in patients with Parkinson's disease: An assessor-blinded randomised controlled pilot trial. PloS one, 19(6), e0304788. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0304788
Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit der SRH Hochschule Heidelberg im Rahmen einer betreuten Masterarbeit durchgeführt.
Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) gelten als Goldstandard zur Schaffung klinischer Evidenz. Jedoch kann der Fokus auf hohe interne Validität in RCTs die Übertragbarkeit der Ergebnisse in die Routineversorgung beeinträchtigen. In der Neurorehabilitation gibt es wenig Literatur, die sich mit der Durchführung von RCTs auf praktikable und effiziente Weise befasst. Wir haben untersucht, welche Hindernisse und Förderfaktoren es bei der Durchführung von RCTs in der Routineversorgung von Neurorehabilitationszentren in Deutschland und Österreich aus Sicht der Stakeholder gibt. Daher führten wir halbstrukturierte Interviews mit Stakeholdern aus der Neurorehabilitation in vier Zentren in Deutschland und Österreich durch, basierend auf den beiden theoretischen Modellen.
Die Interviewergebnisse von Ärzt:innen, Therapieleiter:innen und Therapeut:innen zeigten, dass Hauptbarrieren bei der Durchführung von RCTs in neurologischen Rehabilitationszentren begrenzte finanzielle, personelle und zeitliche Ressourcen, eine hohe Arbeitsbelastung sowie mangelndes Interesse mancher Therapeut:innen sind. Eine ineffektive Führung, wahrgenommener Mangel an Forschungskompetenz und Kommunikationsprobleme waren ebenfalls bedeutende Hindernisse. Soziale Einflussfaktoren wie fehlende Unterstützung durch den Arbeitgeber und ein unzureichender Zugang zu Schulungen verschärften die Herausforderungen. Zudem gab es Barrieren wie unzureichende Forschungsinfrastruktur, begrenzter Platz, interne Machtkämpfe und starre Vorgaben der Kostenträger. Zu den wichtigsten Förderfaktoren zählten die Motivation von Ärzt:innen und Therapeut:innen, das Fachgebiet weiterzuentwickeln, zum Wissen beizutragen und die Gesundheit der Patient:innen in den Vordergrund zu stellen. Die Unterstützung durch Vorgesetzte, eine gemeinsame Entscheidungsfindung und effiziente Organisation waren entscheidend. Flexible Therapieplanung, die gegenseitige Unterstützung und die interdisziplinäre Zusammenarbeit spielten ebenfalls wichtige Rollen.
Publikation:
Hotz, I., Ernst, N., Brenneis, C., Diermayr, G., & Seebacher, B. (2024). Barriers and facilitators to conducting randomised controlled trials within routine care of neurorehabilitation centres: a qualitative study. BMC medical research methodology, 24(1), 258. https://doi.org/10.1186/s12874-024-02386-0
Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit der SRH Hochschule Heidelberg im Rahmen einer betreuten Masterarbeit durchgeführt.
Die therapeutische Allianz ist ein wichtiger Aspekt im Gesundheitswesen und kann die Behandlungsergebnisse beeinflussen. Bisher ist jedoch wenig über die therapeutische Allianz in der Telerehabilitation bekannt. Daher war es das Ziel dieser Studie, die zentralen Elemente der therapeutischen Allianz im Rahmen der Telerehabilitation zu identifizieren und zu beschreiben und mit denen in der konventionellen Rehabilitation zu vergleichen.
In dieser qualitativen Studie wurde eine Literaturrecherche durchgeführt und tiefgehende halbstrukturierte Interviews mit Expert:innen aus der Rehabilitation und Telerehabilitation zu den Elementen, die die therapeutische Allianz beeinflussen, geführt. Anhand einer Kombination aus deduktivem und induktivem Ansatz wurde eine qualitative Inhaltsanalyse verwendet, um Kategorien zu identifizieren und zentrale Themen abzuleiten.

Die Ergebnisse der Literaturrecherche zeigten, dass die Elemente Bindung, Kommunikation, Übereinstimmung bei Zielen und Aufgaben sowie externe Faktoren einen relevanten Beitrag leisten. Diese Elemente bildeten daher die Grundlage für die Entwicklung des Interviewleitfadens. Zwölf gezielt ausgewählte Expert:innen aus den Bereichen der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychologie, Allgemeinmedizin, Sportwissenschaft und Entwicklung von Telerehabilitationssoftware nahmen an den Interviews teil. Wir identifizierten drei zentrale Themen: eine effektive Kommunikation aufbauen, eine gegenseitige Beziehung von Vertrauen und Respekt pflegen, und Übereinstimmung bei Zielen und Aufgaben sowie Motivationsfaktoren. In dieser qualitativen Studie bestätigten die Schlüsselelemente der therapeutischen Allianz in der Rehabilitation jene, die in der Literatur berichtet wurden, mit zusätzlichen Elementen in der Telerehabilitation wie Unterstützung durch andere zur Sicherstellung physischer Sicherheit und technischer Verbindung, pflegende Angehörige als Co-Therapeut:innen sowie die Anwendung professioneller Berührung, und die Förderung von Autonomie und Motivation der Patient:innen durch spezifische Strategien.
Publikation:
Seebacher, B., Geimer, C., Neu, J., Schwarz, M., & Diermayr, G. (2024). Identifying central elements of the therapeutic alliance in the setting of telerehabilitation: A qualitative study. PloS one, 19(3), e0299909. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0299909
Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Universität für Weiterbildung Krems im Rahmen einer betreuten Masterarbeit durchgeführt.
LSVT®LOUD ist eine intensive Sprachtherapie, die auf die Verstärkung der Stimmamplitude abzielt und Wahrnehmungs-Feedback sowie Selbstmonitoring einbezieht. LSVT®LOUD wurde in 16 einstündigen Sitzungen über 4 Wochen mit hoher Intensität bei Patient:innen mit Parkinsonsyndrom durchgeführt. Zusätzlich wurden praxisbezogene Übungen zu Hause mit gleicher Intensität und Häufigkeit durchgeführt. Diese Studie verglich die Effekte von LSVT®LOUD-Teletherapie (LSVT®LOUD-tele) im Vergleich zur traditionellen, persönlichen LSVT®LOUD-Therapie (LSVT®LOUD-FTF) bei 20 Patient:innen mit Parkinson und hypokinetischer Dysarthrie. Außerdem wurde die Benutzerfreundlichkeit der LSVT®LOUD-tele-Software sowie die Machbarkeit einer großangelegten randomisierten kontrollierten Studie (RCT) evaluiert.

Die Analyse zeigte, dass 19 Teilnehmer:innen die Studie abschlossen (10 Frauen). Beide Gruppen zeigten Verbesserungen in den Schalldruckpegeln bestimmter Vokale und anderer Stimmmessungen zeigten. Keine Veränderungen wurden in den Schalldruckpegeln alltäglicher Phrasen beobachtet, und beide Gruppen zeigten Verbesserungen in den Schalldruckpegeln für Textlesen und Gespräche. Die subjektive Stimmeinschränkung verbesserte sich in beiden Gruppen, während nur Teilnehmer:innen der LSVT®LOUD Gruppe eine Verbesserung der dysarthriebezogenen Lebensqualität berichteten. Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität wurden bei täglichen Aktivitäten, Kognition und körperlichem Unbehagen nach LSVT®LOUD-FTF und in der Kommunikation nach LSVT®LOUD-tele festgestellt. Die Benutzerfreundlichkeit von LSVT®LOUD-tele wurde als gut bis ausgezeichnet wahrgenommen, und die Machbarkeit einer vollständigen RCT bestätigt. Sowohl LSVT®LOUD-tele als auch LSVT®LOUD-FTF scheinen daher bei Patient:innen mit Parkinson und hypokinetischer Dysarthrie wirksam zu sein. Größere Studien sind erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
Publikation:
Kratz, E., Scheffer, J., Volc, D. et al. Comparing face-to-face and online LSVT®LOUD speech training using LSVT®Coach in patients with Parkinson’s disease: a pilot randomised controlled trial. BMC Neurol 25, 183 (2025). https://doi.org/10.1186/s12883-025-04161-0
Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Universität für Weiterbildung Krems im Rahmen einer betreuten Masterarbeit durchgeführt.
Diese Studie verglich die Wirksamkeit von spezifischem aufgabenorientiertem Training (TOT), seiner Kombination mit talocruraler manueller Therapie (MT-TOT) sowie keiner Intervention auf das Gleichgewicht und die Mobilität bei Patient:innen im chronischen Stadium nach einem Schlaganfall. Außerdem wurde die Machbarkeit einer großangelegten randomisierten kontrollierten Studie (RCT) anhand definierter Kriterien sowie die Akzeptanz der Intervention untersucht.
In dieser Pilot-RCT mit verblindeter Bewertung wurden 36 Patient:innen nach Schlaganfall einer der Gruppen MT-TOT, TOT oder Kontrolle zugeteilt. Die supervidierten Interventionen wurden 45 Minuten lang, 2- malwöchentlich, über 4 Wochen durchgeführt, und häusliches Training fand 20 Minuten lang, 4- malwöchentlich, über 4 Wochen statt. Qualitative Interviews bewerteten die Akzeptanz der Intervention. Ergebnisse hinsichtlich des Gleichgewichts, der Mobilität, des Bewegungsumfangs der Sprunggelenke, der Stürze und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität wurden zu Beginn, nach der Intervention und 4 Wochen nach der Nachverfolgung erfasst.

Nach MT-TOT und TOT wurden Verbesserungen im Gleichgewicht, der Gehgeschwindigkeit, der Mobilität, der Mobilität bei Doppelaufgaben, der Sturzrate, der aktiven und passiven Sprunggelenksbeweglichkeit sowie einigen Domänen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität gemessen. Die Machbarkeit einer größeren RCT wurde bestätigt.
Publikationen:Traxler, K., Baum, E., Klotz, E., Reindl, M., Schinabeck, F., & Seebacher, B. (2024). Combining specific task-oriented training with manual therapy to improve balance and mobility in patients after stroke: a mixed methods pilot randomised controlled trial. Disability and rehabilitation, 46(7), 1318–1329. https://doi.org/10.1080/09638288.2023.2193432
Traxler, K., Schinabeck, F., Baum, E., Klotz, E., & Seebacher, B. (2021). Feasibility of a specific task-oriented training versus its combination with manual therapy on balance and mobility in people post stroke at the chronic stage: study protocol for a pilot randomised controlled trial. Pilot and feasibility studies, 7(1), 146. https://doi.org/10.1186/s40814-021-00886-0
Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit der SRH Hochschule Heidelberg im Rahmen einer betreuten Masterarbeit durchgeführt. Sie untersuchte die Einflussfaktoren auf die Bereitschaft zur Einführung von Telerehabilitation, der Bereitschaft zur Nutzung von Technologie, die grundlegenden Einstellung zur Telerehabilitation und der digitalen Kompetenzen bei Fachleuten in der Rehabilitation in Österreich und Deutschland vor und während der COVID-19-Pandemie.
Eine Umfrage wurde jeweils vor und während COVID-19 mit drei Kohorten von Fachleuten in der Rehabilitation durchgeführt, von denen 603 in die Studie eingeschlossen wurden. Die Analyse ergab Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland sowie zwischen den Zeitpunkten vor und während der Pandemie für die meisten Parameter. Der Wohnsitz in Deutschland, die Pandemie und ein höheres Bildungsniveau waren die wichtigsten Prädiktoren für eine höhere Bereitschaft zur Einführung von Telerehabilitation, zur Nutzung von Technologie, für digitale Kompetenzen und eine positive Grundeinstellung. Die Pandemie erhöhte die meisten Aspekte der Bereitschaft zur Einführung von Telerehabilitation, der Nutzung von Technologie, der digitalen Kompetenzen und der positiven Grundeinstellung. Die Ergebnisse bestätigen, dass Fachleute in der Rehabilitation mit höherem Bildungsniveau eher dazu neigen, Innovationen im Gesundheitswesen zu übernehmen.
Publikation:
Seebacher, B., Bergmann, E., Geimer, C., Kahraman, T., Reindl, M., & Diermayr, G. (2024). Factors influencing the willingness to adopt telerehabilitation among rehabilitation professionals in Austria and Germany: a survey comparing data before and during COVID-19. Disability and rehabilitation, 46(6), 1149–1157. https://doi.org/10.1080/09638288.2023.2193428
Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Universität für Weiterbildung Krems im Rahmen einer betreuten Masterarbeit durchgeführt.
Diese qualitative Studie untersuchte die Zufriedenheit mit der Familien- und Patient:innenschulung im Zusammenhang mit Kindern mit Spina bifida und schloss damit eine Lücke in der Literatur, die häufig Familienperspektiven und interdisziplinäre Ansätze vernachlässigt.
Auf der Grundlage einer Literaturübersicht wurden halbstrukturierte Interviews mit sieben Angehörigen von Kindern mit Spina bifida, sechs Physiotherapeut:innen und sechs Pädiater:innen durchgeführt. Die Daten wurden mithilfe einer induktiven, reflexiven thematischen Analyse ausgewertet.
Aus den Interviews mit Familienangehörigen gingen vier zentrale Themen hervor: (1) der Bedarf an kontinuierlicher fachlicher Begleitung, (2) die Bedeutung organisatorischer und konzeptioneller Unterstützung, (3) der Wert empathischer Kommunikation und (4) der Wunsch nach informierter Autonomie bei Entscheidungsprozessen. Die Expert:inneninterviews ergaben vier zusätzliche Themen: (1) die kollaborative Weiterentwicklung strukturierter Schulungsangebote, (2) die Befürwortung von Spezialisierung, (3) die Anerkennung des proaktiven Informationsverhaltens von Angehörigen und (4) die Relevanz von Empowerment und Resilienz.
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen und einfühlsamen Unterstützung von Familien mit Kindern mit Spina bifida. Die Entwicklung strukturierter Schulungsmaterialien, die Stärkung interdisziplinärer Zusammenarbeit sowie die Förderung emotionaler Resilienz durch informierte Teilhabe können das Wohlbefinden der Familien verbessern und sie darin bestärken, die mit der Erkrankung verbundenen Herausforderungen wirksam zu bewältigen.
Publikation:
Wutzlhofer, V., Mildner, S., & Seebacher, B. (2025). Family and patient education for children with spina bifida: A qualitative study. Health Education Journal, 00178969251364963. https://doi.org/10.1177/00178969251364963.
Personen mit Multipler Sklerose
Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Graz, den Universitätskliniken für Neurologie und Radiologie (Österreich), der Medizinischen Universität Innsbruck, Universitätsklinik für Neurologie (Innsbruck, Österreich), dem Karl Landsteiner Institut für Interdisziplinäre Rehabilitationsforschung (Münster, Österreich), den Forschungsbereichen Neuroimaging (Division of Neuroscience), Neurologie und Neurorehabilitation des IRCCS San Raffaele Scientific Institute (Mailand, Italien), der Universität Vita-Salute San Raffaele (Mailand, Italien) sowie dem neurophysiologischen Dienst des IRCCS San Raffaele Scientific Institute (Mailand, Italien) durchgeführt.
Gangstörungen gehören zu den am stärksten beeinträchtigenden Symptomen der Multiplen Sklerose (MS). Ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden neuronalen Mechanismen erfolgreicher Gangtrainings kann zur Entwicklung gezielter Rehabilitationsstrategien beitragen. Ziel dieser Studie war es, Veränderungen der Hirnaktivierung im Zusammenhang mit Verbesserungen der Gehfunktion nach rhythmisch-auditivem Gangtraining zu untersuchen.
Einunddreißig Personen mit MS und leichter bis mittelschwerer Beeinträchtigung sowie 17 alters- und geschlechtsangepasste gesunde Kontrollpersonen absolvierten Verhaltens- und Magnetresonanztomographie-(MRT)-Untersuchungen zu Studienbeginn und vier Wochen später. Die Personen mit MS nahmen an einem vierwöchigen realen und/oder vorgestellten Gangtraining mit rhythmischer auditiver Unterstützung teil, während die Kontrollpersonen keine Intervention erhielten. Während der funktionellen MRT führten die Teilnehmenden bipedale Plantar- und Dorsalflexionen der Sprunggelenke sowie entsprechende motorische Vorstellungsaufgaben aus. Personen mit MS, die eine Verbesserung der Gehstrecke um mehr als 5 % im 2-Minuten-Gehtest zeigten, wurden als „Responder“ eingestuft.
Responder und Non-Responder unterschieden sich nicht hinsichtlich demografischer oder klinischer Ausgangsvariablen. Zu Studienbeginn zeigten alle Gruppen ähnliche Aktivierungsmuster im Gehirn. Nach dem Training wiesen die Responder während der Bewegungsaufgabe eine reduzierte Aktivierung im prämotorischen Kortex, Precuneus und Gyrus frontalis medius auf. Größere Aktivitätsabnahmen in diesen Arealen korrelierten mit stärkeren Verbesserungen der Gehfunktion. Für motorische Vorstellungsaufgaben wurden keine Zusammenhänge beobachtet.
Zusammenfassend war eine verbesserte Gehfähigkeit nach rhythmisch-auditivem Gangtraining mit einer verringerten Aktivierung in Hirnarealen verbunden, die an der Bewegungsplanung und Aufmerksamkeit beteiligt sind. Dies deutet auf eine effizientere neuronale Rekrutierung nach erfolgreichem Training hin.
Publikation:
Helmlinger, B., Seebacher, B., Ropele, S., Hechenberger, S., Heschl, B., Reishofer, G., Jordan, S., Tinauer, C., Wurth, S., Valsasina, P., Rocca, M. A., Filippi, M., Ehling, R., Reindl, M., Khalil, M., Deisenhammer, F., Brenneis, C., Enzinger, C., & Pinter, D. Effects of rhythmic-cued gait training on gait-like task related brain activation in people with multiple sclerosis. Journal of the Neurological Sciences. https://doi.org/10.1016/j.jns.2025.123426
Greisberger, A., Klinger, M., Dopona, A., Riegler, M., Müller, V., Wilhelm, A., Wess, T., Nägele, A., Aftenberger, H., Kurz, K., & Seebacher, B. (2025, 2025/08/05). Recommendations for a core assessment set for neurological physiotherapy entry-level education in Austria - a multistage process including a Delphi study. BMC Med Educ, 25(1), 1145. https://doi.org/10.1186/s12909-025-07704-8.
Wutzlhofer, V., Mildner, S., & Seebacher, B. (2025). Family and patient education for children with spina bifida: A qualitative study. Health Education Journal, 00178969251364963. https://doi.org/10.1177/00178969251364963.
Kratz, E., Scheffer, J., Volc, D., & Seebacher, B. (2025, 2025/04/26). Comparing face-to-face and online LSVT®LOUD speech training using LSVT®Coach in patients with Parkinson’s disease: a pilot randomised controlled trial. BMC Neurology, 25(1), 183. https://doi.org/10.1186/s12883-025-04161-0
Goettfried, E., Barket, R., Hershman, R., Delazer, M., Auer, M., Berek, K., Ellmerer, P., Seebacher, B., Hegen, H., Di Pauli, F., Deisenhammer, F., & Zamarian, L. (2025). Face exploration, emotion recognition, and emotional enhancement of memory in relapsing-remitting multiple sclerosis. PLOS ONE, 20(4), e0319967. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0319967
Helmlinger B, Seebacher B, Ropele S, Hechenberger S, Heschl B, Reishofer G, Jordan S, Tinauer C, Wurth S, Valsasina P, Rocca MA, Filippi M, Ehling R, Reindl M, Khalil M, Deisenhammer F, Brenneis C, Enzinger C, Pinter D. Effects of rhythmic-cued gait training on gait-like task related brain activation in people with multiple sclerosis. J Neurol Sci. 2025 Apr 15;471:123426. doi: 10.1016/j.jns.2025.123426. Epub 2025 Feb 12. PMID: 39965306.
Herren S, Seebacher B, Mildner S, Riederer Y, Pachmann U, Böckler NS, Niedecken S, Sgandurra SA, Bonati L, Hotz I, Schättin A, Jurt R, Brenneis C, Lenfert K, Behrendt F, Schmidlin S, Nacke L, Schuster-Amft C, Martin-Niedecken AL. Exergame (ExerG)-Based Physical-Cognitive Training for Rehabilitation in Adults With Motor and Balance Impairments: Usability Study. JMIR Serious Games. 2025 Feb 14;13:e66515. doi: 10.2196/66515. http://dx.doi.org/10.2196/66515
Herren, S., Seebacher, B., Mildner, S., Riederer, Y., Pachmann, U., Böckler, N. S., Niedecken, S., Alicia Sgandurra, S., Bonati, L., Hotz, I., Schättin, A., Jurt, R., Brenneis, C., Lenfert, K., Behrendt, F., Schmidlin, S., Nacke, L., Schuster-Amft, C., & Martin-Niedecken, A. L. (2025, Apr 4). Correction: Exergame (ExerG)-Based Physical-Cognitive Training for Rehabilitation in Adults With Motor and Balance Impairments: Usability Study. JMIR Serious Games, 13, e73405. https://doi.org/10.2196/73405
Muheim, J., Hotz, I., Kübler, F., Herren, S., Sollereder, S., Kruszewski, K., Martin‑Niedecken, A. L., Schättin, A., Behrendt, F., Böckler, S., Schmidlin, S., Jurt, R., Niedecken, S., Riederer, Y., Brenneis, C., Leo H. Bonati, L., Seebacher, B. & Schuster‑Amft, C. ExerG – an exergame-based training device for the rehabilitation of older adults: a functional model usability study. BMC Geriatr 24, 1029 (2024). https://doi.org/10.1186/s12877-024-05617-7
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Kunst aus Holz, Stein und Farbe - Ausstellung im REHA Zentrum Münster
Großformatigen Skulpturen sowie intensive malerische Arbeiten des Tiroler Künstlers Bernhard Hell kann man ab 27.01.2026 in der Ausstellung im REHA Zentrum Münster in den Bereichen der Verwaltung und Ambulanz betrachten und bestaunen.



